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Zam Helga Net-Site 2019
Die Hompage des Musikers & Fotografen Zam Helga.

 

Breaking News Summer 2019:

Warum Pictures für Helga?

Mein Weg von den Helga Pictures zu den Helga Pictures

Zam Helga bei Stoppok & Artgenossen

August 2019. Für manche Wenige zeichnete es sich über die letzten 15 Monate bereits ab, für die meisten ist es jedoch wahrscheinlich eine Überraschung: Hinter dem „Helga“steht wieder ein „Pictures“ – ja, man kann es endlich aussprechen:

Die Helga Pictures gibt es wieder!

Fragen wie: Sind sie es wirklich? Haben sie sich verändert? Was treibt sie an, nach all den Jahren wieder zusammenzufinden? Und vor allem: Was treibt ihn an, Zam Helga, der dieser archaischen, kraftvollen Bühnen-Energiequelle vor 26 Jahren ein Ende bereitete...?, möchte ich versuchen, hier zu beantworten.

Dieses Vorhaben gleicht der Zusammenfassung eines mehrbändigen Romans, die ich aber gern versuchen möchte. Denn manchmal verübt das Schicksal dort tiefe Einschnitte, wo unsere Gleise uns nicht mehr weiterführen – oder Einschnitte, über die wir nur dann hinweg kommen, wenn wir nach Alternativen suchen, um den Weg anders fortzusetzen. Über einen solchen Reiseabschnitt möchte ich, in Bezug zu den Helgas in meinem Leben, erzählen.

Als ich als 21-jähriges Feuerzeichen 1989 in den Süden zurück kam, sprudelten laute, energetische, erotische und ekstatischen Ideen aus mir heraus. Bis dahin konnte ich diese Seite mit niemandem wirklich teilen, auch wenn ich schon mit vielen wunderbaren Musikern gearbeitet hatte. Bis auf wenige Ausnahmen fand ich keinen, der dieses starke “Verlangen” auffangen, es bündeln, verstärken oder auch nur ergänzen konnte.

Und da waren sie plötzlich, zwei weitere Vulkane, und strotzend vor Jugendkraft bliesen wir Stürme von den Bühnen: Dan Requardt, F.L.O und Zam Helga. Und der leuchtende Stern über diesem Triptychon war Andy Goldner, der es in die Welt trug.

Wer uns damals gesehen, gehört und gefühlt hatte, wird sich lebhaft an die geballte Helga-Energie erinnern...

Scheinbar unaufhaltsam walzten wir alle Hindernisse nieder und wahrscheinlich hätte niemand diese Fahrt stoppen können (nicht einmal unsere ehemaligen Mitstreiter, die „Vier“, die aus der Homebase Stuttgart über Nacht eine Hip Hop Stadt gemacht hatten). Wir wären über andere Länder wiedergekommen, denn weltweite Verträge lagen uns vor, alles schien bereit für mehr – und doch: ich war es nicht. Etwas war anders in mir - etwas war anders in den Anderen. Dieses Anderssein musste sich immer mehr reiben..... und letztendlich war ich as Zahnrad, das nicht nur für diese Maschine leben wollte und konnte. Vielleicht war ich zu schwach für den Erfolg um jeden Preis, vielleicht aber auch zu stark dafür. Ich verlor das Gefühl der Liebe zum Musik-Schenken und wollte es wieder finden. Ich ging meinen eigenen Weg.

Etwas Neues wurde neben der Musik nun mein Lebensmittelpunkt: meine Familie. Tira Lala, der ich mein Ja-Wort gab und die Tochter, die wir durch diese Verbindung in dieses Leben eingeladen hatten: Ella Estrella Tischa. Durch nichts wollte ich mir die wundervollen Kinderjahre mit ihr nehmen lassen, und die Musik musste die Familie also mit einbeziehen.

Und so begannen gemeinsam mit Tira Lala, Tom Zoot und Fleym die Jahre der Friends of Zulu. Z.U.L.U.: Zeitgeist untergrabende, lungernde Utopisten. Aus heutiger Sicht ein typisch affektierter Ausdruck der frühen 90iger, aber er passte... Wir feierten wilde, zappaeske Performances auf den Bühnen, schütteten unsere Herzen aus, unsere Träume, unsere Ängste – es war ein lebendiges Musiktheater. An meiner linken Seite Tira (damals nannte sie sich noch Tee Ratz), rechts von mir Fleym, mit seiner Feuershow der Türwächter zu unserer magischen Welt, hinter mir mein bester Freund Tom Zoot, der wie kein anderer die Geschichten in meinem Kopf mit spann und ihnen zum Leben verhalf. Wir waren eine große Familie auf Achse - Ella Estrella im Tourbus oder vor Papas Monitor.

Die Friends of Zulu brachen alle Regeln des Marktes: wir waren zu unangepasst für den Mainstream und zu fokussiert für den Underground. Die breite Masse, die diesem Zulu-Phänomen immer wieder über die Musikkanäle und Radios ausgesetzt war, konnte sich damit nicht identifizieren; aber überall begegneten wir ähnlich fühlenden Traumtänzern und Herzensfühlern, die heute noch die Lieder des Albums „Venus“ als Kleinod wertschätzen; Menschen, die über den „Erretter“ in ihrer letzten Stunde nachsinnen oder darüber, wie „der Himmel einmal sein soll“, die „Seelenfresser“ hinter den Fassaden der Kommunikationsplattformen erkennen, sich von der „Dr. Sommer“-Generation missverstanden wähnen oder „in Sicherheit“ fühlen möchten, den „Ort“ suchen, an den sie gehören und an dem „ein Wort“ Türen öffnet .... zu „einer besseren Welt“.

Die Zeiten veränderten sich. Ende des letzten Jahrhunderts bäumten sich viele gegen das Sterben der Musikindustrie auf. Und mitten dort hinein erwuchs, mit einem gewaltigen Großangriff auf die emotionalen und mentalen Rezeptoren der Hörer, so etwas wie eine musikalische Chimäre: Zusammen mit Morscher, einem uns sehr nahestehenden Schlagzeuger-Freund, formten Tira Lala und ich einen intensiven Strom aus unseren Visionen für das kommende Jahrtausend - Magnolien auf Titan. Buddha hinter Knotenpunkten. Glück als ewiges Lebensziel. „Netropol“, das einzige Album dieser Formation, die wir Rauhfaser nannten, war beim Untergang seines (als eines der letzten mittelgroßen) Labels gänzlich ausverkauft. Tiras Liebe zu „Depeche Mode“ und unsere Begeisterung über das Werk von Trent Reznor verwoben sich mit meiner Liebe zur Poesie, und bis heute begleiten mich die Lieder dieser Zeit auf die Bühnen.

Nach dem Untergang dessen, was wir einmal Music-Business nannten, folgten dunkle Jahre, die man zuletzt auf dem zentralen Album meines Lebens kondensiert und konzentriert findet: „Monster“ zeugt von wahrhaft ungeheuren Tiefen, in die wir Menschen sinken können und von Grenzen, die wir entweder überschreiten oder nicht lebend übertreten können. Es schreit nach Gerechtigkeit, Mitgefühl und Menschlichkeit. Die Worte und Melodien entsprangen einer Quelle am Grunde der Existenz – in einer Reinheit, die man nicht jeden Tag ertragen kann und sollte..., aber es war getan und es gilt: „Monster“ steht für sich allein und ich wünsche diesem Werk, dass es irgendwann einmal wie die Viking-Sonde an einem Ufer strandet, um dann vielleicht besser gehört und verstanden zu werden.

Ich werde an dem Punkt meines Lebens, an dem ich mich befinde, daran nicht mehr anknüpfen können und wollen und so lasse ich zunächst einmal diese letzten Zam-Helga-Melodien und -Worte im Raum stehen und weiter schwingen.

Das Leben lehrte mich kurz nach dem Erscheinen des Albums noch einmal - und dieses Mal in aller Härte - was es heißt, zu zerbrechen; zu zerschellen an den Türen, durch die kaum ein Lebender gehen kann mit der Hoffnung, zurück zu kommen. Es lehrte mich Demut und Hingabe an das Schicksal: Mit dem Tod Tiras, der Liebe meines Lebens, starb auch der Mensch und Musiker, der ich war. Aber ein neuer wurde geboren. Getragen von Tiras uferloser Liebe und einer endlosen Freude, die über die schwarzen Mauern durch die Tore meines Herzens weht, ist mir die Welt heute eine andere: sie ist voll Sonnenschein und Wärme, voller Farben und Lachen ..... sie ist ..... voller Liebe.

In mir schlägt nun das Herz eines jungen Menschen, der sich dem Tanz und den Freuden öffnet, dem lauten Singen und dem Weinen vor Freude über die Schönheit der Welt und des Himmels und hinter ihm steht ein älterer Mensch mit seinen Lehren aus vielen Lebensjahren, geläutert und befreit von falscher Eitelkeit und Stolz. Und er tanzt mit dem Jungen, er lacht mit ihm, weint mit ihm und verneigt sich vor der Weisheit der Welt.

An dem Tag, als ich fühlte, ich muss an einem bestimmten Punkt in meiner Biografie neu ansetzen, erreichte mich die Frage Andy Goldners: Möchtest du die Helga Pictures wieder ins Leben rufen?

Und nun ist es soweit - noch wenige Wochen und es wird endlich wieder laut und lebendig.

Ich freue mich, wenn ich Dan Requardt gegenübersitze und ihm ein neues Lied zeige und er etwas ergänzt oder mit einem gekonnten Kontrapunkt seines prägnanten Basses diese Idee zu neuen Ufern führt. Oder wenn er mir eine Idee anvertraut, die ich ergänzen darf. Wir tun dies wie zwei Jungs beim Bausteine stapeln - es fühlt sich an, als wären wir mit diesem Impuls geboren. Ich mag es, wenn wir zusammen auf der Bank sitzen und glücklich auf unsere Leben zurückblicken und wir beide voller Liebe unseren jetzt erwachsenden Kindern „zuschauen“ (was uns auch damals, kurz nach der Trennung, wieder verband). Uns beiden hat das Leben so manchen Schlag versetzt und so manchen hart verdienten Lohn gebracht, wodurch wir uns manchmal ohne Worte verstehen können. Wir sind zwei alte Vulkane - der eine speit permanent Feuer, der andere entlädt sein Gasgeschoss dann und wann, wir streiten manchmal und doch sind wir von einem Schlag, und wenn wir unsere Entladungen bündeln, ist es ein Feuerwerk.

Ich freue mich, mit Peter Kumpf über die vergangenen Jahrzehnte zu sinnieren; wie zum Beispiel darüber, als er mit Dan und F.L.O. nach der ersten Helga-Ära mit „Der Schande“ spielte, als er mich um die Jahrtausendwende zu einem erneuten „Anyones Daughter“-Remake einlud und ich an seiner Schule jungen Gesangsmenschen einen Weg aufgezeigten konnte. Ich denke oft an die Monate, in denen wir beide intensiv mit der jungen Band produziert hatten, aus welcher Flo König zu seinem heutigen Erfolg als Schlagzeuger von “Cro” erwuchs. Und an die Zeit mit Peter und Tira, in der wir ein neues Zam-Helga-Trioformen wollten und an das letzte Bandkonzert mit Tira, das wir zusammen in Stuttgart gespielt haben.

Und heute blicke ich schon wieder auf einige Monate zusammen mit Dan und Peter zurück, auf fruchtbares Arbeiten in kleinen Proberäumen, aus denen wir nach Stunden glücklich, verschwitzt und müde heraus taumeln und einen letzten Kaffee in der Abendsonne genießen. Das Spielen macht uns glücklich und das ist einer der wichtigen Gründe, warum die Helga Pictures wieder auferstanden sind.

Nicht jeder von uns Ur-Helgas teilte nach dem Bruch diese Erlebnisse, die uns Drei heute zu Freunden machen... Ich knüpfe hier an die Zeit an, in der Dan und ich eine Zeitlang allein die Band bildeten, bevor F.L.O. nach einer Studienzeit wieder zu uns gestoßen war. Ihm gebührt alle Ehre, die Helga Pictures mit geformt zu haben. Es ist sein einzigartiges Spiel, dass dem Trio damals sein Gesicht gab. Es ist sein Geist, der die alten Melodien und Rhythmen heute noch bereichert. Und wir danken ihm dafür.

Heute singe ich die alten Lieder wieder und entdecke den großen Bogen. Es waren immer schon die gleichen Themen, es war immer schon der heutige Zam Helga mit dabei. Es ist ein Baum, an dessen inneren Jahresringen Worte von „Seaside of your love“, „All 4 U“, „Love“, „So long“, „Skies of Paradies“ und „Water Flows“ wuchsen und in dessen Krone diese Gedanken dann zu einem kraftvollen Blätterdach heranreiften: „Der Damm muss brechen“, „Monster“, „Der Himmel soll sein“, „Ein Ort“, „Die Hand“, ...

Erwartet keine übernatürlichen Helden, keinen Blitzschlag vom Himmel - auf dass die Band wieder aufersteht, als wäre sie nie weg gewesen, nein: we come as we are - und wir freuen uns darauf!

Ich habe zwei Beine, auf denen ich wieder mit Euch tanzen will ...... ich habe zwei Hände, die über Saiten laute Luft für Euch bewegen wollen und eine Stimme, die durch den Donner meiner beiden Mitstreiter zu Euch tauchen will.

Something still moves ...... something still grows.

Zam Helga

Danke, Anna Ohno für das freundschaftliche Lektoriat

Ab Herbst 2019 startet eine neue Zam Helga Ära: Helga Pictures 2.0

Weitere Infos auf: www.recapturehelga.de oder www.helga-pictures-band.de












Zam Helga bei Stoppok & Artgenossen

Letzter Solo-Auftritt 2018 am 29.9.2018 mit wunderbaren Kollegen :-)

AKUSTIKNACHT am Samstag, 29. September, 19.00 Uhr
Kunstraum Zumhof, Hofgässle 3, 73635 Rudersberg.
Durch das Programm führt Gez Zirkelbach
Es gibt hausgemachte Salzkuchen vom Holzbackofen 

Das Konzert findet bei gutem Wetter Open Air im Garten, bei schlechtem Wetter in der Galerie statt.
Der Eintritt ist frei - es geht ein Spendenhut herum.
Wegen fehlender Parkmöglichkeiten im Dorf pendelt ein Shuttlebus vom Parkplatz vor dem Ortseingang nach Zumhof!

Es treten auf:

LISA MOLL
ZAM HELGA
FRIEDRICH HENSEN
ELLA ESTRELLA TISCHA




16. Februar 2018

Zam Helga MONSTER auf Spotify

Liebe Zam Helga Hörer, heute ist für mich ein denkwürdiger Tag. MONSTER ist ab heute auf den großen Streamern wie Spotify zu hören. Denkwürdig wegen der Zerrissenheit durch diese Entscheidung, die ich aber letztendlich getroffen habe, um den Inhalt und die Aussage meines "zentralen Werkes" nicht im Sturm der Zeit untergehen zu lassen, der solche Worte und Melodien mehr verlangt als die Jahre zuvor. Im Grunde ist es ein Verschenken der 10 Jahre Arbeit an die Menschen, denn ganz realistisch nachgedacht, wird am Ende der Kette für den Künstler nichts übrig bleiben von der finanziellen Vergütung. Es wird derzeit heftig diskutiert, ob Spotify und Co gerecht mit den Autoren umgehen. Klar ist: Die meisten Musikkonsumenten denken, der monatlichen Beitrag für die Spotify Mitgliedschaft wäre Vergütung genug. Viele staunen, wenn man mit ihnen darüber redet. Und viele staunen auch darüber, dass es überhaupt viele Stunden, Wochen, Monate der Arbeit braucht, um ein gutes Album hervorzubringen. Sie glauben, das ist an einem Wochenende erledigt, da der Computer alles mache  Ich vergleiche das gerne mit einem Bäcker, der in Mühe das Brot für den kommenden Tag bäckt und es dann verschenken müßte - glücklich vielleicht, dass er so viele Menschen sättigen konnte, aber mit der Last der Produktionskosten auf seinen Schultern und nicht in der Lage, seine täglichen Bedürfnisse zu decken. Jemand warf neulich bei einem Gespräch ein, der Musiker Beruf sei nicht der erste Beruf, der verschwindet..... klar brauchte es irgendwann keinen Schwertschmied mehr oder Gas-Strassenlaternen-Anzünder ... aber die Nachfrage für gute Musik ist sehr groß ... reden wir nicht um den heissen Brei, die meisten Musiker und Künstler werden heutzutage ausgebeutet - auch von den Verbrauchern, wenn sie unterhalb der Grenze zur großen Popularität sind. Eine Helene Fischer wird sicher bei millionen Streams noch einen guten Zusatzverdienst erzielen können. Kleine Bands können nur noch existieren, weil sie entweder noch bei ihren Eltern leben oder die Kunst von dem tragen, was sie aus anderen Jobs mitbringen. Die CD hat diesen schleichenden Tod damals eingeleutet, aber kleine Bands konnten mit den CD-Verkäufen wenigsten die Konzertaufwände, Fahrtkosten und ev. Übernachtungen, Saiten und Drumssticks abpuffern. Das war ein toller und wichtiger Support, der allmählich wegfällt. Es ist immer unvorteilhaft, eine Innung zu verteidigen, zu der man selbst gehört, aber ich denke, dass es auch das Recht der Hörer ist, über solche Dinge Information zu erhalten, denn jeder möchte auch noch in Zukunft in Klänge und Worte eintauchen. MONSTER hat mich und meine Band nun die letzten 4 Jahre durch die Bühnen des Landes begleitet und der Verkauf hat uns auch geholfen, die kleinen Touren zu fahren. Dafür danke an Euch! Und ihr habt dafür ein kleines Wunderwerk mit Buch bekommen und wir freuen uns so sehr, dass es bei euch zu Hause steht  Und nun wünschen wir allen anderen viel Freude und innere Erlebnisse beim Hören in der digitalen Welt. Die Botschaft von MONSTER ist wichtiger als der Gedanke nach materieller Vergütung.

MONSTER auf Spotify hören



Zam Helga bei Stoppok & Artgenossen

Am Montag, den 2. Oktober im Stadttheater Landsberg: Stoppok und Artgenossen.

www.stadttheater-landsberg.de/programm/stoppok-artgenossen-7

Stoppok & Artgenossen

Hör global – Tanz lokal

Unter dem Motto „Hör global – Tanz lokal“, organisiert Stefan Stoppok seit einigen

Jahren Konzerte, bei denen die unterschiedlichsten Musiker aus den verschiedensten

Ländern zusammentreffen um einen jeweils einzigartigen Abend auf der Bühne zu

erleben. Garantiert nicht wiederholbar oder gar kopierbar. Dabei schwankte bisher

die Anzahl der teilnehmenden Musiker, zwischen 5 bis 50 Frauen und Männern, die

sich die Klinke, bzw. das Instrument in die Hand gaben. Ein Effekt war und ist aber

immer gleich: Es sind wundervolle, Energie geladeneund hoch emotionale Abende, bei

denen am Ende alle Musiker zusammen auf der Bühne stehen und keiner aufhören

möchte zu spielen.

Hier ein kleiner Auszug an Musikern, die in den letzten Jahren dabei waren:

Klaus Voormann, Chris Farlowe, Rafael Cortés, NielsFrevert, Lydie Auvray, You and I,

Adjiri Odametey, Hiss, 17 Hippies, Astrid North, Julian Dawson, Beverly Jo Scott,

Schäl Sick Brass Band, Inga Rumpf, Herwig Mitteregger, The Transsylvanians,

Ron Spielman, Christina Lux, Danny Dziuk, Katja Werker…

Das speziell für Landsberg zusammengestellte Line up verspricht ein weiteres

Highlight der Artgenossen Shows zu werden.





 

 

 

Es ist soweit, heute am 16.11.2015 inmitten trauriger Weltereignisse erscheint das langerwartete
neue Zam Helga Video- MONSTER. Vielleicht ist es auch ein passender Moment, da sich unsere
wundervolle Seele nicht nur bei Angst und Trauer, sondern auch bei Hass und Gewalt zu einem
Monster verwandelt. https://youtu.be/tIkscNMnz6I

 



Zam Helga & The Monster Mind Orchestra Rosenau 2015

Zam Helga Monster Tour 2015 Zum Nix Blaubeuren

19.12.2015 – STUTTGART – Rosenau
Tickets/Infos

Wir freuen uns auf das letzte Konzert der Monster Tour, an dem Ort, an dem sie am 11. April hätte beginnen sollen.

Am 19.Dezember in der Rosenau Stuttgart.
Einlass 20:00, Beginn 21:00. Große Besetzung mit dem Monster Mind Orchestra:

Natalia Meipariani - Violine,
Giga Khelaia - Cello,
Maiki Mai - OUD,
Bass,Tom Zoot - Drums,
Ella Estrella Tischa - Choir
& Zam Helga - Vox, Gits, Irish Bouzouki

Karten ab sofort unter: http://www.reservix.de/off/login_check.php…

Wir freuen uns auf Euch!

 


Die kompletten Tourdaten findest du hier

Samstag, 11. April 2015
IN MEMORIAM

Ein Abend mit Liedern und Texten zur Erinnerung an Tine Raetzer (†)

mit Zam Helga, Ella Estrella Tischa und vielen Freunden
Einlass 20.00 Uhr / Beginn 21.00 Uhr
Offenes Haus - Freier Eintritt - Karten werden rückerstattet

Das für diesen Abend angekündigte Konzert mit ZAM HELGA findet nicht statt.

Nachruf auf Tine Raetzer
von Joe Bauer

Gedenkkonzert Tine Raetzer Tira Lala

 

Achtung: Abgesagt!!! 18.04.2015 – KONSTANZ – Kulturladen
Wird verschoben.

 

Tira Lala

Sonnenfinsternis

Liebe Freunde, die es noch nicht wissen - gestern erlosch Ella Estrella Tischas und meine Sonne und flammte in unseren Herzen erneut auf ..... ich werde euch nicht alles schreiben können, wonach mir ist - es fehlt die Kraft nach tagelangem Kampf um ihr Leben. Seid traurig und weint, wenn ihr das Bedürfnis habt. Sie trug so viel Liebe und Freude für euch in ihren Herzen und - Freude und Tränen sind Geschwister. Sie starb zu früh - aber sie hinterliess große Ruhe, Kraft, Liebe und Zuversicht. Darum vergesst auch das Lachen nicht, wenn ihr an die guten Momente mit ihr denkt - das ist immer in ihrem Sinne gewesen. Vielen fehlen die Worte, das wissen wir - sagt nichts - denkt an sie - es bedarf der Worte nicht. Sie ging in tiefen Frieden und wurde auf der anderen Seite mit Freude empfangen. Wir und viele Freunde haben sie bis zu letzt begleitet und als der Kampf verloren war, halfen wir ihrer Seele loszufliegen ......... Habt unser Beileid, wenn ihr trauert, denn sie war eine Sonne für jeden, der sie kannte, ob flüchtig oder in fester Freunschaft.
Sorgt euch nicht zu sehr um uns, Tine beschenkte uns mit einem Meer aus Liebe und wir ihr Herz für euch schlägt in uns weiter. Wir wissen, dass es vielen ein Bedürfnis ist, mit uns zu sprechen und uns eines, mit euch zu reden. Habt Verständnis, dass es im Moment schwierig ist, allen auf einmal gerecht zu werden. Wir hören jede eurer Nachrichten und versuchen euch zu erreichen, wenn es geht. Wie gesagt, die Kraftresourcen sind schwach - denen es ein großes Anliegen ist, mit uns vor Ort zu reden, seid herzlich eingeladen - aber es ist besser, Stück für Stück in den nächsten Wochen, als alle auf einmal, denn wenn alle auf einmal weg sind, dann fühlt sich das Leben plötzlich zu einsam an ......... auch sie waren schon da: die harten Tage, in denen ein rauher Wind weht und wir nur Tränen und Verzweiflung sahen und sie werden bald wiederkommen - und wir werden uns nicht scheuen, uns an eure Schultern zu lehnen, um zu Weinen, um wieder zu Kräften zu kommen - dafür danken wir euch euer Zam und eure Ella

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Stuttgarter Nachrichten, 30. März 2015

Joe Bauer in der Stadt

Zum Tod von Tine

Das Café Stella, Mitte der Achtziger an der Hauptstätter Straße gegründet, symbolisiert für viele Stadtmenschen heute noch den späten Aufbruch in eine Stuttgarter Kultur, die man Szene nannte. Das hatte mit Pop, mit ein wenig Kunst und urbaner Buntheit zu tun. Beim Betreten des Cafés hielten Jahre später viele Gäste immer erst Ausschau nach der Frau mit den blonden Zöpfen. Ihr fröhlicher, gewitzter Gruß rettete ihnen den Tag.
Suchende Blicke nach ihr werden noch lange durchs Lokal wandern, auch bei Leuten, die von ihrem Tod schon erfahren haben. Am vergangenen Freitagmorgen, drei Tage nach einem schweren Herzinfarkt, ist Tina Raetzer im Krankenhaus von Winnenden gestorben. Sie wurde 46 Jahre alt.
Tine war die Ehefrau des Musikers Zam Helga, Mutter der heutigen Sängerin/ Songschreiberin und Filmstudentin Ella Estrella Tischa, und sie war die Seele des Cafés. Sie arbeitete als Modedesignerin, als Musikerin, zwischendurch auch mal als Schauspielerin in der Rampe. Sie war die Frau für alle Fälle.
Zam Helga, Ella und unsereins treffen uns seit Jahren regelmäßig zu kleinen Veranstaltungen. Wenn die Zeit vor der Show etwas knapp wurde und Zam noch nicht da war, schaute ich weniger auf die Tür nach Zam. Ich hoffte auf Tine. Sobald die Zöpfe auftauchten, war alles gut. Tine war, um es mit einer berühmten Songzeile- zu sagen, 'The leader of the pack'. Häuptling des Klans, die Mutter Courage der Familie.
Am 24. September 1968 in Dresden geboren, kam sie nach einem Ausreiseantrag mit ihrer Familie als Zwölfjährige aus der DDR nach Stuttgart. Realschule, danach Ausbildung zur Modedesignerin. Und immer war Musik im Spiel. Ihre Mutter Jenny arbeitete bei der Stuttgarter Plattenfirma Intercord. Tine wurde Fan von New Wave, liebte schnelle Rhythmen und Depeche Mode. Und da gab es in der Stadt einen jungen Wave- Musiker, den Sänger und Gitarristen Zam Helga mit seiner Band Helga Pictures. Diese Jungs waren Anfang der Neunziger sensationell erfolgreich - und Tine und Zam bald ein Paar. 1991 heirateten sie, 1994 kam ihre Tochter Ella zur Welt. Als die Helga Pictures wenig später Geschichte waren, weil Zam genug hatte vom Rummel, musizierte Tine als Gitarristin und Bassistin mit ihrem Mann in Bands wie Friends of Zulu und Rauhfaser.
Immer machten sie zusammen ihr Ding, bauten sich in Plüderhausen von 2007 an ein kleines Kreativreich mit Musik- und Fotostudio und Gitarrenschule auf. Zuletzt hat Tine viel Arbeit in Zams neues Solo-Album ('Monster') gesteckt. Am Samstag, 11. April, wollten sie es in der Rosenau präsentieren.
Zam und seine Freunde haben entschieden, die Veranstaltung nicht abzusagen: Für alle Gäste gibt es (bei freiem Eintritt) einen Abend mit Live-Musik in Erinnerung an Tine. Vor Beginn (20 Uhr) werde ich  wie gehabt nervös auf die Tür starren und innerlich ein wenig fluchen, weil die blonden Zöpfe nicht auftauchen.

Tine Raetzer Tira Lala

Bild: Sigi Hänger

 

Monster ist da! Seit dem 20. März 2015 ist das lang erwartete Album nun eindlich bei GIM Records erschienen. Erhältlich bei Euren Plattendealern, Amazon und Itunes.
Weitere Infos zum Album / Weitere aktuelle Meldungen zum Release


Zam Helga Monster CD und Booklet